Influencer Steuerberater – So regelst Du Deine Steuern richtig
1. Ab wann musst Du als Influencer Steuern zahlen?
Sobald Du Einnahmen erzielst – egal ob durch Kooperationen, Werbeposts, Affiliate-Marketing oder Produkttests – sind diese in Deutschland steuerpflichtig. Selbst gesponserte Produkte zählen als Einnahme und müssen mit ihrem Marktwert versteuert werden.
Typische Einkommensquellen für Influencer:
Kooperationen mit Marken
Werbeposts und Produktplatzierungen
Affiliate-Marketing
Verkauf eigener Produkte oder Dienstleistungen
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2. Krankenversicherung – privat oder gesetzlich?
Als selbständiger Influencer entscheidest Du zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV).
GKV: Einkommensabhängige Beiträge, Familienversicherung möglich, solide Grundversorgung.
PKV: Tarifabhängige Beiträge, oft bessere Leistungen, im Alter potenziell teurer.
Tipp: Bei stark schwankendem Einkommen kann die PKV kurzfristig günstiger sein, langfristig ist die GKV oft stabiler.
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3. Betriebsausgaben für Influencer
Alles, was Du für Deine Tätigkeit benötigst, kannst Du steuerlich geltend machen:
Kamera, Smartphone, Beleuchtung, Mikrofone
Laptop, Bearbeitungssoftware, Social-Media-Tools
Reisekosten zu Events oder Kooperationen
Mietkosten für Studio oder Büro
Fachliteratur und Weiterbildungen
Kleidung für Shootings (nur, wenn ausschließlich beruflich genutzt)
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4. Privat gekauftes Equipment ins Geschäft übernehmen
Bereits vorhandenes Equipment kannst Du nachträglich ins Betriebsvermögen übernehmen. Dabei wird der Zeitwert geschätzt und über die Restnutzungsdauer abgeschrieben.
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5. Kleinunternehmerregelung oder Regelbesteuerung?
Kleinunternehmerregelung: Keine Umsatzsteuer, wenn Du die Umsatzgrenzen einhältst (≤ 22.000 € im Vorjahr, ≤ 50.000 € im laufenden Jahr).
Regelbesteuerung: Umsatzsteuerpflicht, dafür Vorsteuerabzug möglich.
Wenn Du größere Investitionen planst, lohnt sich oft die Regelbesteuerung.
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6. Rücklagen und das „verflixte dritte Jahr“
Lege mindestens 30 % Deiner Einnahmen für Steuern zurück. Im dritten Jahr entstehen oft doppelte Belastungen durch Nachzahlungen und Vorauszahlungen.
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7. Altersvorsorge für Influencer
Private Rentenversicherung, ETF-Sparplan, Immobilien oder Basisrente – je früher Du beginnst, desto mehr profitierst Du vom Zinseszinseffekt.
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Fazit:
Wenn Du als Influencer steuerlich clever agierst, behältst Du mehr von Deinen Einnahmen. Als Dein Influen
cer Steuerberater helfe ich Dir, Fehler zu vermeiden und finanziell sicher zu wachsen.
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